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10 Schlaftipps für dein Baby

10 Schlaftipps für dein Baby

Mit einem kleinen Kind sind die Nächte kurz. Diese Tipps können helfen, damit dein Baby besser schläft. Kaum etwas beschäftigt Eltern so sehr wie der Schlaf ihres Kindes. Babys müssen diese längeren Pausen jedoch erst lernen. Wir verraten dir, wie du deinen Schatz dabei unterstützen kannst, besser und entspannter zu schlafen.

Text: Kerstin Hemmerde

Diese 10 Tipps helfen deinem Baby besser zu schlafen

Mit Licht und Lautstärke zwischen Tag und Nacht unterscheiden

Neugeborene kennen noch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Wir können ihnen mit der richtigen Beleuchtung helfen, das zu lernen. Wenn abendliche Schlafenszeit ist, sollte es dunkel sein. Bereits bei den Vorbereitungen zum Ins-Bett-gehen kannst du das Licht dämpfen. Zudem sollte es ruhig sein. Auch wenn dein Baby nachts wach wird, solltest du nur leise oder kaum mit ihm sprechen. So wird ihm signalisiert: Jetzt wird geschlafen. Damit unterstützt du dein Baby auch langfristig. Denn ab dem Alter von vier Monaten kann es das Schlafhormon Melatonin produzieren. Dieses Hormon sorgt für einen erholsamen Schlaf. Bei Dunkelheit kann der Körper Melatonin am besten herstellen.

Action und Bewegung am Tag

Bewegung, Spiel und Spaß helfen deinem Baby dabei, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Bei Licht ist Beschäftigung angesagt. Das kann das Strampeln auf der Krabbeldecke sein, ein Spaziergang an der frischen Luft oder ausgiebiges Kuscheln mit der Mama. Schöner Nebeneffekt: Das macht dein Baby müde.
Tagsüber darf das Nickerchen bewusst in einer etwas anderen Umgebung stattfinden | Bild: Getty

Tagschläfchen in anderer Umgebung

Während der Nachtschlaf ruhig und dunkel sein sollte, können die Schlafpausen tagsüber in anderer Umgebung stattfinden. Auch Licht oder Geräusche dürfen dabei sein. Dafür bieten sich der Kinderwagen oder der Stubenwagen an. Bei schönem Wetter schläft es sich bei einem Spaziergang ganz wunderbar. Bei schlechtem Wetter kann das Baby auch warm verpackt im Stubenwagen auf der Terrasse oder dem Balkon stehen. Dieser Unterschied hilft deinem Baby zusätzlich dabei, die Bedeutung von Tag und Nacht zu erlernen.

Routine und regelmäßige Schlafenszeiten

Wiederkehrende Abläufe sind für Babys wichtig, damit sich Muster bei ihnen festigen. Daher haben viele Eltern regelmäßige Schlafenszeiten etabliert. Das ist bei ganz kleinen Babys erfahrungsgemäß noch schwierig. Aber auch hier lässt sich oft ein Schema erkennen. Meist ist nach einer Wachphase von ein bis zwei Stunden wieder Zeit für ein kleines Nickerchen. Beim Schlafenlegen helfen zudem Routinen, deinem Baby zu erkennen, dass jetzt eine Pause angesagt ist. Das kann das Wickeln mit einem Lied sein oder das abendliche Bad vor dem Nachtschlaf.

Die richtige Temperatur

Du machst dir Sorgen, ob dein Baby vielleicht beim Schlafen friert? Meist ist das Gegenteil der Fall. Gerade Säuglingen ist oft sehr warm. Wenn man sie nun zu dick anzieht oder gar die Heizung anmacht, stört das den Schlaf. Experten empfehlen 16 bis 18 Grad Celsius als optimale Raumtemperatur. Im Winter reicht ein Schlafsack, im Sommer der Body oder ein dünner Schlafanzug. Wie warm deinem Kind ist, kannst du am besten im Nacken prüfen. Wenn es dort schwitzt, ist es zu dick angezogen. Hände und Füße solltest du zum Testen nicht nehmen. Die sind nämlich oft kalt, obwohl deinem Baby warm ist.

Eine späte letzte Mahlzeit

Der Trick vieler Eltern: Wenn sie zwischen 22 und 24 Uhr ins Bett gehen, wecken sie ihr Baby und füttern es. Denn satt und zufrieden schlafen Kinder oft besser. Papa und Mama erhalten so mehr wertvolle Stunden Schlaf. Gerade, wenn das Baby schon sechs Stunden durchschlafen kann, ist das zu empfehlen. Denn dann weckt es seine Eltern erst am frühen Morgen wieder. Daher ist dieser Tipp für gesunde Säuglinge gedacht, die schon ein paar Wochen alt sind.

Die optimale Schlafumgebung

Beim Nachtschlaf ist das richtige Umfeld für dein Baby hilfreich. So sollte eine Luftzirkulation gewährleistet sein. Daher sind Decken, Kissen und große Kuscheltiere fehl am Platze. Ein Schlafsack sorgt dafür, dass dein Baby stets sicher verpackt ist und nichts verrutscht. Das Babybett sollte ausreichend breit sein und eine feste Matratze haben, in der dein Schatz nicht mehr als zwei Zentimeter einsinkt. Zugluft oder direkte Sonneneinstrahlung sollten ebenfalls ausgeschlossen werden.

Wickeln nur im Notfall

Das Windeln wechseln und die damit verbundene Bewegung machen müde Kinder oft munter. Daher sollte nachts nur im Notfall gewickelt werden. Es gibt Windeln mit Feuchtigkeitsindikator. Sie zeigen an, ob uriniert wurde. Aber auch dann solltest du abwägen, wie voll die Windel ist und ob wirklich ein Wechsel erforderlich ist. Denn viele Windeln halten problemlos die ganze Nacht durch ohne die empfindliche Babyhaut zu reizen. Wenn du dein Kind nachts wickelst, sollte der Vorgang bei gedämpftem Licht und in Stille erfolgen. Idealerweise bekommt dein Baby davon im Halbschlaf dann kaum etwas mit.

Selbstregulation unterstützen

Nach dem Trinken oder wenn dein Baby nachts aufwacht, kann es sein, dass es nicht gleich weiterschlafen möchte. Quengeln ist dann ganz normal. Viele Kinder schaffen es jedoch, sich selbst zu beruhigen. Eltern können daher ruhig einen Augenblick warten, um diesen natürlichen Prozess zu unterstützen. Denn auch so lernt dein Kind. Wenn es anfängt zu schreien, solltest du dich ihm natürlich zuwenden und es beruhigen.

Entspannte Eltern

Genauso unterschiedlich wie bei Erwachsenen ist auch das Schlafverhalten von Babys. Hinzu kommt, dass Babys den langen Nachtschlaf erst noch erlernen müssen. Daher hilft es vielen Eltern, entspannt an dieses Thema heranzugehen und keine Wissenschaft daraus zu machen. Vergleiche mit anderen Kindern von Freunden sind ebenso wenig hilfreich wie die zahlreichen gut gemeinten Ratschläge der Großeltern. Wenn du dir wegen des Schlafverhaltens deines Babys Sorgen machst, sprich am besten mit deiner Hebamme oder deinem Kinderarzt. Sie sind Experten und können dir wertvolle Tipps geben. Zudem haben Kinderkliniken in vielen Städten sogenannte Schreiambulanzen, die hier unterstützen können. Dahin kann dich dein Kinderarzt überweisen, wenn er es für notwendig hält. Bildquelle: Pixabay

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